Open-Source iOS-Client Clawket erweitert um Hermes-Support
Die multi-Agent iOS-App Clawket unterstützt jetzt neben OpenClaw auch Hermes. Ein Beispiel wie mobile Agent-Verwaltung wächst.
Die mobile Landschaft der KI-Agent-Plattformen wird größer. Ein offenes Beispiel: die iOS-App Clawket kann seit kurzem nicht nur mit OpenClaw reden, sondern auch mit Hermes, einer weiteren Open-Source-Agent-Plattform.
Clawket ist eine Open-Source-App (Expo/React Native), die Entwicklern erlaubt, ihre Agenten auf dem Smartphone zu verwalten. Du kannst Chat-Sessions führen, Agenten steuern, Modelle konfigurieren, Cron-Jobs planen und Logs überwachen – im Prinzip alles, was du sonst über eine Terminal-Session oder einen Desktop-Client machen würdest.
Die App verbindet sich entweder via Cloud-Relay-Worker (mit Registrierung) oder direkt über das lokale Netzwerk. Das heißt, je nach Sicherheitsanforderungen kannst du entweder einen eigenen Relay hosten oder direkt auf deine lokalen Gateway-Instanzen zugreifen.
Das Wichtige an dieser Erweiterung: Sie zeigt, wie Agenten-Ökosystem-Kompatibilität wächst. Anstatt dass jede Plattform ihre eigene, proprietäre Mobile-Lösung baut, zieht ein unabhängiges Open‑Source-Projekt mit. Das erlaubt dir, Clawket auf gleiche Weise für eine OpenClaw-Infrastruktur wie für eine Hermes-Umgebung zu verwenden. Du bleibst nicht am plattformspezifischen Client hängen.
Ein konkretes Szenario
Angenommen, du hast ein Entwicklungsteam, das mehrere Agenten-Plattformen parallel nutzt – etwa OpenClaw für interne Automatisierungen und Hermes für experimentelle Prototypen in einem Forschungsprojekt. Mit einer Clawket-Instanz könntest du beide Backends vom Smartphone aus steuern, ohne zwischen zwei Apps oder Clients hin- und herwechseln zu müssen. Du sparst dir nicht nur die doppelte Konfiguration, sondern reduzierst auch den Risikobereich für Fehler in unterschiedlichen Implementierungen.
Das reduziert nicht nur das Setup-Overhead, sondern macht auch deine mobile Infrastruktur resilienter. Wenn du dich von einer Plattform verabschiedest oder wechselst, ändert sich dein Daily-Workflow nicht – du hast nach wie vor die eine selbe App als zentrales Interface.
Warum das relevant ist
Für kleine Teams oder Einzelentwickler, die mehrere Agenten-Projekte parallel verwalten, ist dieser Austausch direkt relevant. Statt dich in mehrere, proprietäre Mobile-UIs einarbeiten zu müssen, kannst du die gleiche App für verschiedene Backends verwenden. Das gilt auch für die Sicherheits- und Pairing-Mechanismen – ein kohärenter Pairing-Prozess für unterschiedliche Plattformen vermeidet Verwirrung.
Zugleich ist Clawket ein schönes Beispiel für die Open-Source-Dynamik im Agenten-Umfeld: ein unabhängiges Projekt (nicht von OpenClaw oder Hermes selbst getrieben), das die Lücken im Ökosystem füllt, anstatt nur auf die großen Plattformbetreiber zu warten. So entsteht echtes Ökosystem statt geschlossener Gärten.
Technisch implementiert die App beide Protokolle in einem monolithischen Codebase, gibt aber trotzdem jedem Backend eine dedizierte Verbindungslogik. Die Einrichtung per Pairing ist jeweils derselbe Prozess – clawket pair erzeugt einen QR-Code, den du mit der App scannst – egal ob du dich mit OpenClaw oder Hermes verbindest.
Für die Open‑Source-Community bedeutet das: solche unabhängigen Projekte können die Marktdurchdringung jeder Plattform beschleunigen. Wenn eine App zwei Plattformen unterstützt, können Nutzer beider Communities sie gleichermaßen nutzen. Das erhöht den Druck auf Plattformbetreiber, offene APIs und Kommunikationsprotokolle zu pflegen – was am Ende allen Entwicklern nützt.
Wie geht es weiter?
Clawket zeigt, dass mobile Agenten-Verwaltung nicht zwangsläufig proprietäre Inseln braucht. Der nächste Schritt könnte sein, dass solche Multi-Plattform-Clients noch mehr Backends integrieren – oder vielleicht sogar eine generische API-Spezifikation für mobile Agenten-Verwaltung etablieren, die mehrere Hersteller nutzen.
Auf der einen Seite stärkt das die Unabhängigkeit der Nutzer. Auf der anderen Seite motiviert es Plattformbetreiber, ihre API-Lücken zu schließen und die Entwicklungsumgebung auch für Dritte attraktiver zu machen. Am Ende profitieren alle: die Entwickler mit einer stabileren, plattformübergreifenden UX – und die Plattformen mit einem reicheren Ökosystem aus Zusatztools und Clients.
Clawket selbst ist im Code auf GitHub einsehbar. Die App ist sowohl über den iOS App Store (ab iOS 12.0) als auch für Android erhältlich – und lässt sich dank des offenen Codebases selbsthosten oder anpassen. Das macht sie interessant für alle, die mehrere Agenten-Plattformen gleichzeitig betreuen.
Quellen
Das könnte dich auch interessieren
Secrets und API-Keys sicher verwalten – mit OpenClaw SecretRef
Wie du Secrets und API-Keys in OpenClaw sicher speicherst und referenzierst – ohne Plaintext, ohne .env-Dateien.
OpenClaw v2026.4.12: Plugin-System überarbeitet, Active Memory standardmäßig verbessert, umfangreiche Bugfixes
OpenClaw v2026.4.12 optimiert Plugin-Loading, erweitert Active Memory und bringt über 15 Bugfixes für Telegram, WhatsApp und Gateway.
Video-Generator: Mehr Flexibilität bei Asset-Delivery
OpenClaws Video-Generator erweitert seine Capabilities: URL-only Output, adaptive Aspect-Ratio, Reference-Audio und mehr Image-Inputs.